Architektur

Auch heute noch ist das Erscheinungsbild auf Malta von den Bauwerken, die der Johanniterorden errichtet hat, geprägt. Es handelt sich um Stadthäuser, Paläste, Kapellen und den in Vittoriosa stehenden Inquisitorenpalast. Aus der Blütezeit der Araber sind lediglich noch die Stadtmauern von Mdina erhalten.

     

Stadt der Paläste wird Valletta auch genannt und dies nicht ohne Grund. Ab 1565, kurz nach der Belagerung durch die Türken wurde unter der Leitung von Francesco Laparelli da Cortona mit dem Bau von Valletta begonnen. Auftraggeber war der Grossmeister unter den Johannitern, Jean Parisot de la Valette. Die erschaffenen Kirchen und Paläste gelten zu den schönsten Baudenkmälern aus der Renaissance und des Barocks. Sie wurden in der Zeit vom 16. bis zum 18.Jh. erbaut. Einige Gebäude sind besonders sehenswert und verdienen Erwähnung, z.Bsp. der Palast des Grossmeisters (1574), sieben weitere Ritterpaläste und St.John´s Cathedral (1577).

Zu den wichtigsten Architekten des Ordens aus der Zeit der Renaissance zählt Girolamo Cassar. Er entwarf die die wunderschönen Kirchen St. Paul, St.Mary of Jesus und St.Mary of Porto Salvo. Der Sohn von Girolamo, Vittorio Cassar, erbaute die schönste Kirche Maltas, Santa Maria in Birkirkara, die besonders für ihre beeindruckende Westfassade berühmt ist. Aus der Zeit des Barocks sind auch einige herausragende Baudenkmäler und Baumeister zu nennen wie Giovanni Barbara mit der Kirche von Lija und St.James Kirche, Lorenzo Gafa mit der bedeutsamen Kathedrale von Mdina, Domenico Cacchia mit dem Selmun-Palast und St.Helenakirche in Birkirkara und schliesslich Guiseppe Bonnici mit der St. Publiuskirche in Floriana, Pfarrkirche in Nadur auf Gozo sowie die Zollgebäude am Hafen von Valletta. Zwei Gebäude, die den Klassizismus repräsentieren, sind die Rotunda von Mosta und die Hauptwache von Valletta.