Geografie

Malta, Gozo und Comino waren einst Teil einer Landbrücke zwischen den Kontinenten Afrika und Europa. Die zwischen Italien und der afrikanischen Küste gelegenen italienischen Inseln Sizilien, Pantelleria und Lampedusa gehörten ursprünglich auch dazu. Diese Landbrücke sank im Laufe der Zeit ab und anhand der „cart ruts“, Schleifspuren, die abschnittsweise ins Meer führen, lässt sich ableiten, dass dieser Absenkungvorgang noch in Gang ist. So konnte auch ermittelt werden, dass Malta in den letzten 3500 Jahren um ca. drei Meter gesunken ist.

   

Malta hat eine Fläche von 246km2 und wird auf der ganzen Länge von einer Stufe durchzogen. Durch diese bietet sich eine phänomenaler Blick von bestimmten Aussichtspunkten wie vom Verdala Castle und der Mdina Bastions Esplanade auf den nördlichen tieferliegenden Teil der Insel und auf Gozo. An ihrem maximalen Punkt am Felsrücken erreicht Malta eine Höhe von 260m.Trotz dieser Steigung weist Die Insel keine Flüsse und kein Süsswasser auf. Dennoch verfügt Malta über eine gute Landwirtschaft und ist in der Lage den Gemüse- und Obstbedarf autak zu bestreiten. Das beruht auf den fruchtbaren Tälern, die durch die „ridges“, dem Felsrücken, gebildet werden.

Bis auf die Täler weist die Insel eine eher spärliche Vegetation auf von dem Süden, der steil zum Meer hin abfällt mit seinen steinigen Kalkplateaus und dem Felsrücken des Nordens. Dafür kann man dort atemberaubende Aussichten geniessen, eine ganz besonders schöne vom Red Tower des Marfa Ridge über die Mellieha Bay, an dieser schmalsten Stelle der Insel ist es möglich beide Küsten zu sehen mit den Inseln Comino, Cominitto und Gozo. Malta ist 27km lang und 14km breit mit einer Fläche von von 246km2, die Küste weist eine Länge von 136km auf. Insgesamt hat das maltesische Archipel eine Gesamtoberfläche von 316 km2 und liegt 290 km nördlich von Afrika, 93km südlich von Sizilien.

Langsam erhält Malta sein ursprünglich grünes Äusseres zurück. Seit der Unabhängigkeit konnten sich die Naturschützer zunehmend durchsetzen mit Aufforstungsprojekten. Malta wurde seit der Antike für den Schiffsbau abgeholzt und verlor so seine Vegetation. Am Grünsten zeigt sich die Insel in den Wintermonaten bis zum Anfang des Sommers Juni. Die Flora wird vorwiegend von Johannesbrotbaum, Fächerbaum, Feigenkaktus und Agaven geprägt. Neu hinzugepflanzt werden als Farbkomponenten Oleander und Bougainvillea.

Die Fauna weist aufgrund ihrer Spärlichkeit Vögel und Kleintiere auf. Etliche Zugvögel wie Storche, Stare, Wachteln und Schwalben sowie Wildenten legen Rast auf Malta ein. Allerdings findet man den Malteserfalken schon lange nicht mehr. Die Maltesen halten sich gern Singvögel in Käfigen in ihren Loggien und lösen bei den Tierschützern heftige Proteste aus, bisher erfolglos.