Wirtschaft

Eine selbständige wirtschaftliche Infrastruktur konnte erst mit der Unabhängigkeit vom britischen Commonwealth erlangt werden, da Malta bis zu diesem Zeitpunkt vorwiegend von Aussen verwaltet wurde. Eines der grössten Probleme Maltas ist das mangelnde Süsswasser.

Da in Malta seit der Antike der Wald abgeholzt wurde ist der extrem fruchtbare Boden nicht in der Lage das reichlich in den Regenmonaten fallende Wasser zu halten. So verfügt die Insel nicht über natürliche Ressourcen und muss den Bedarf mit teuren Importen decken. Deshalb werden immer mehr Gesetze zum Schutz der Wälder erlassen. Im Nordwesten sind erste Erfolge zu verbuchen mit einem Projekt, dass mit gespeichertem Regenwasser ganze Täler zu begrünen in er Lage ist.

Aufgrund des günstigen Klimas ist es jedoch möglich (Obst, Gemüse und Blumen) mehrmals im Jahr zu ernten und so ist zumindest in dieser Hinsicht eine autake Versorgung Maltas möglich. Auf industrieller Ebene wird aufgrund aus mangelnden Rohstoffen versucht ausländische Investoren auf die Insel zu locken mit mehreren Anreizen wie den niedrigen Löhnen, einem Sondergesetz von 1989 und Maltas Neutralität.

Es wird mehr und mehr Wert auf den Tourismus des Nordens gelegt, der bis zu 30% der Devisen ins Land bringt. Die Malteser sind darauf bedacht das touristische Angebot ständig attraktiver zu gestalten ohne dabei den Charme der Insel an den Massentourismus zu verlieren. Das Angebot ist auch ausreichend vom Landhaus bis zum Luxushotel. Der grösste Teil der Touristen kommt aus Grossbritannien, der restliche Teil wird von Schweizern, Deutschen und Österreichern gebildet. Im Jahr 1991 kamen 890.000 Besucher auf die Insel, diese Zahl soll zunehmend gesteigert werden.

Maltas Reiz liegt auch in den einzigartig vorhandenen Kunstschätzen, seine barocke Seite, die Steinzeittempel und die aus den vielen Epochen stammenden Kunstwerke. Doch was Malta vor allen Dingen ausmacht ist das klare Wasser und die unendlich sicheren zahlreichen Sonnenstunden. Ausserdem die vorhandene europäische Mentalität, die den zum grösstem Teil vom europäischen Festland kommenden Touristen ein leichtes Einleben ermöglicht.